SYMPATH-FAHR-MIT BIKE TOUR 2015

fahrMitLogo

Die Herausforderungen, denen sich Parkinson-Patienten täglich stellen müssen, sind vielen Menschen nicht bewusst, obwohl diese Erkrankung die zweithäufigste neurodegenerative Erkrankung ist. Wir wollten Betroffenen ein Forum geben, um die relevanten Themen über Krankheit, Diagnose und Behandlung zu diskutieren und das Bewusstsein in der Öffentlichkeit heben. Deshalb hat in Zusammenarbeit mit der Parkinson Selbsthilfe Österreich das Projekt SYMPATH die erste SYMPATH-FAHR-MIT-Fahrradstaffel organisiert. Bis zu 16 Parkinson-Patienten haben die Strecke von Innsbruck nach Wien auf sieben Etappen mit dem Fahrrad bewältigt. Gemeinsam mit Experten, Politikern und Prominenten setzte diese Tour ein sichtbares Zeichen, die Diagnostik und Behandlung der Parkinson-Erkrankung zu verbessern. Die Betroffenen haben zudem mehr Aufmerksamkeit schaffen wollen für die vielfältigen Herausforderungen, vor die diese Krankheit jeden einzelnen Betroffenen, aber auch uns als Gesellschaft stellt.

start_innsbruck
© Helmut Kronewitter

Das SYMPATH-Projekt mit seinen vier österreichischen Partnern AFFiRiS, biolution, Medizinische Universität Innsbruck und Prosenex Ambulatorium, organisierte die Fahrradstaffel in enger Zusammenarbeit mit der Parkinson Selbsthilfe Österreich. Wir entwickelten gemeinsam das Konzept der Fahrradstaffel, um auf einer Tour die klinischen Zentren Innsbruck und Wien zu verbinden. Gemeinsam mit lokalen Patientenorganisationen wurden lokale Komitees gegründet, die eine Veranstaltung zur Begrüßung der Fahrradfahrer in Innsbruck, Kufstein, Salzburg, Linz, Amstetten, Krems und Wien vorbereiteten. Integraler Teil dieser Tour war es Politiker, Beamte, Neurologen, Patienten und ihre Vertreter ins Gespräch zu bringen. Dank einer Informations-Ausstellung und interaktiven Elementen, die Symptome der Parkinson Erkrankung simulieren, ging dieses Konzept auf. Die vielen Bilder, positiven Rückmeldungen und zahlreichen Pressemeldungen zeugen von einer erfolgreichen Veranstaltung. Dr. Iris Grünert, die die Veranstaltung mit ihrem Team organisierte, zeigte sich erfreut über die vielen positiven Rückmeldungen insbesondere von Seiten der Betroffenen: „Die Zusammenarbeit mit den Patientenorganisationen hat wertvolle Kontakte etabliert, von denen wir im Projektverlauf sicherlich noch profitieren werden. Ich bin froh, dass auch die Patientenorganisationen diese gemeinsamen Initiative als Erfolg werten.“


Presse Informationen (PDF)
Presse Photos


ZITATE

Viele Beteiligte aus Politik und Medizin haben uns während der Veranstaltung unterstützt und wir haben ihren positiven Eindruck über die Fahrradstaffel in Zitaten festgehalten, die wir hier wiedergeben. Wir danken allen Beteiligten für ihre zahlreichen Beiträge, die gemeinsam einen wesentlichen Teil des Erfolgs dieser Initiative ausgemacht haben.

„Die vorwärtsgerichteten Blicke der Radfahrer, der Antrieb immer weiter zu fahren, soll ein Gleichnis sein für unsere Bemühungen eine Heilung für Parkinson zu finden.“

Prim. Dr. Dieter Volc
Prosenex, SYMPATH

„Wir müssen ausdauernd nach neuen Medikamenten forschen, um erkrankte Menschen bestmöglich unterstützen zu können.“

Michaela Hinterholzer
Landtagsabgeordnete, Bürgermeisterin

„Ich erlebe Menschen, die trotz Krankheit außergewöhnliche körperliche Leistungen erbringen und damit Zeichen setzen können.“

Prim. Univ.-Prof. Dr. Gerhard Ransmayr
AKH Linz, Abteilung für Neurologie und Psychiatrie

„Viel positive Bewegung für Körper, Seele und Geist.“

Johannes Bauer
Präsident Landesverband OÖ der Parkinson Selbsthilfe Österreich Landesverband OÖ der Parkinson Selbsthilfe Österreich

„Die Organisatorinnen und Organisatoren der Fahrradstaffel weisen auf die besonderen Bedürfnisse der Betroffenen hin und informieren die Bevölkerung.“

Eva Maria Gattringer
Landtagsabgeordnete, in Vertretung vom Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer

„Mir war es ein großes Anliegen mitzuradeln. Jede und jeden von uns kann es treffen. Die Forschung soll forschen.“

Manfred Gattringer
Paralympics Teilnehmer und Rennradprofi

„Eine sehr wichtige Veranstaltung! Radfahren + Parkinson ist möglich!“

Mag.Dr. Alexander Aschenbrenner
Gerontopsychologischer Fachdienst

„Menschen mit Parkinson gehören dazu, in unsere Gesellschaft, das Arbeitsleben und die Vereine. Denn jeder und jede hat Stärken, die das Miteinander fördern.“

Mag.a Anja Hagenauer
Vizebürgermeisterin der Stadt Salzburg

„Durch diese Aktivität wird das Bewusstsein der Bevölkerung für eine der wichtigsten neurologischen Erkrankungen gestärkt und zugleich demonstriert, dass auch bei Vorliegen einer neurodegenerativen Krankheit körperliche Aktivität möglich ist. Die Betroffenen tragen darüber hinaus zur Behandlung ihrer Erkrankung bei. Mens sana in corpore sano.”

 

Prim. Univ-Doz. Dr. Klaus Berek
Fachabteilung für Neurologie, BKH Kufstein

„Raus aus der Isolation und rein in die bewegte Forschung“. Ich wünsche der Staffel viel Öffentlichkeit und dem Projekt viel Erfolg.“

Hermann Weratschnig, MBA MSc
2. Vizepräsident des Tiroler Landtages

„Derzeit gibt es aber leider keine Therapie, die den Verlauf der Krankheit stoppen kann. In dieser Hinsicht ist das SYMPATH-Projekt zur Erforschung einer Immuntherapie gegen Parkinson von besonderer Bedeutung.“

 

Prof. Dr. Werner Poewe
Vorstand Universitätsklinik für Neurologie, Medizinische Universität Innsbruck, SYMPATH


EVENT

travel
© Helmut Kronewitter

 

Bis zu 400 Kilometer radelten Parkinson-Patienten in sieben Tagen gemeinsam mit Experten und Prominenten bei der ersten SYMPATH-FAHR-MIT-Fahrradstaffel quer durch Österreich. Der Startschuss fiel am 30. Mai in Innsbruck und sieben Tage später erreichten die Patienten erfolgreich ihr Ziel Wien, wo sie mit einer Abschlussveranstaltung im Marx Palast (3. Bezirk) gebührend gefeiert wurden.

Prominent unterstützt wurden sie dabei von der Wiener Landtagspräsidentin Marianne Klicka, die sich vom Projekt selbst und vor allem von der Leistung der Radler beeindruckt zeigte: „Radfahren stärkt gesunde Menschen ebenso wie jene, die an Parkinson erkrankt sind. Die Tour von Innsbruck nach Wien stellte eine große Herausforderung dar. Die Patienten erwiesen Mut und Ausdauer, mit dem Erfolg steigerten sie ihre Lebensqualität.“

Klicka betonte, „dass die Berichterstattung alle Betroffenen ermutigen und neue Informationen über die Krankheit und die Forschung vermitteln soll.“ Sie lud alle Projektbeteiligten spontan zu einem Empfang im Wiener Rathaus ein, um sich bei allen Beteiligten für diese besondere Veranstaltung zu bedanken.

Auch Mag. Manfred Pallinger, Sektionschef Pflegevorsorge, Behinderten-, Versorgungs- und Sozialhilfeangelegenheiten sprach in Vertretung von Bundesminister Rudolf Hundstorfer allen Radlern besondere Anerkennung aus: „Als Vorbilder tragen die betroffenen Radfahrer zur Beseitigung von Vorurteilen bei und sind Botschafter für die Sensibilisierung der Öffentlichkeit.“

Für Renate Lemanski, Obfrau Landesverband Wien der Parkinson Selbsthilfe Österreich soll die SYMPATH-FAHR-MIT-Fahrradstaffel weiterhin ein großes Stück dazu beitragen, auf das umfangreiche Angebot und die tatkräftige Unterstützung der Selbsthilfegruppen in ganz Österreich aufmerksam zu machen, denn: „Selbsthilfe heißt die Krankheit besser in Gemeinschaft zu bewältigen.“

Den Team-Gedanken unterstrich auch Dr. Achim Schneeberger (AFFiRiS), Koordinator des Projektes und resümierte zukunftsorientiert: „Unsere Fahrradstaffel ist zu einem Team zusammengewachsen und denkt bereits über eine `Neuauflage` nach.“


HÖHEPUNKTE

FAZIT

Forschungsprojekte stehen vor der Herausforderung ihre komplexen wissenschaftlichen Themen einem Laien verständlich zu vermitteln. Dabei ist es eine besondere Herausforderung den möglichen medizinischen Fortschritt einer klinischen Studie realistisch darzustellen, ohne insbesondere bei Betroffenen und ihren Angehörigen überzogene Erwartungen zu wecken. Dieser Herausforderung hat sich SYMPATH mit einer Fahrradstaffel gestellt und bewusst verschiedene Interessengruppen miteinander in Kontakt gebracht.

Eine intensive Beschäftigung mit dem Thema und der Versuch Gespräche mit Betroffenen auf Augenhöhe zu ermöglichen war integraler Bestandteil unseres Konzeptes. Damit entsprachen wir dem Anliegen der Patientenorganisation, die im Vorfeld sich gewünscht hatten „nicht über Betroffene zu sprechen, sondern mit ihnen. Die vielen begeisterten Rückmeldungen der beteiligten Patienten zeigen, dass wir diesem Anliegen entsprechen konnten und die Erwartungen zum Teil übertroffen haben. Somit hat die Fahrradstaffel einen wichtigen Beitrag dazu geleistet, die Forschungsanstrengungen innerhalb von SYMPATH einem realistischen und kritischen Diskurs zu öffnen.

Wir sind uns sicher, dass die damit geschaffene Gesprächsbasis in Zukunft eine wichtige Grundlage darstellt, um die Vermittlung unserer Forschungsergebnisse zu verschiedenen Interessengruppen zu unterstützen. Aber das wichtigste ist, wie Dr. Achim Schneeberger (AFFiRiS), Koordinator des Projektes, es ausdrückte, „dass die Beteiligten an unserer Fahrradstaffel zu einem Team zusammengewachsen sind und wir bereits über eine `Neuauflage` nachdenken.“

Wir freuen uns auch über das rege Medieninteresse, das sich in vielen Berichten in allen relevanten Medien niedergeschlagen hat und so viele Menschen mit dem Thema Parkinson erreicht hat.

Hiermit danken wir allen Beteiligten und Sponsoren für ihre Unterstützung und hoffen, dass eine Wiederholung mit dem gleichen Erfolg durchgeführt werden kann.

end_wien
© Helmut Kronewitter

FAHR MIT – Dank unseren Unterstützern: