Die Parkinson-Krankheit ist nach der Alzheimer-Krankheit die zweithäufigste neurodegenerative Entität bei älteren Menschen mit ca. 1,2 Mio Patienten allein in Europa. Parkinson zeichnet sich durch typische motorische Symptome (Bradykinesie, Muskel Steifheit, Zittern und Störung der Halte-und Stellreflexe oder posturale Instabilität) aus, die sich in der Verlangsamung und Steifigkeit der Bewegungen, Ungleichgewicht und „Zittern“ der Extremitäten bzw. anderer Körperteile manifestiert. Die motorischen Symptome der Parkinson-Krankheit sind vor allem auf den Verlust dopaminerger Neuronen in der Substantia Nigra und anderen Hirnarealen zurückzuführen.

Zurzeit gibt es keine Heilung für diese Krankheit und existierende therapeutische Maßnahmen erleichtern die Symptome.

In den letzten beiden Jahrzehnten standen die motorischen Symptome im Mittelpunkt des klinischen und forscherischen Interesses. Das änderte sich in den letzten Jahren. Zunehmend wird bei Bedeutung der nicht-motorischen Symptome der Erkrankung, wie Störungen des Geruchssinns und der Regulierung des Schlafs (neuropsychiatrische, gastrointestinale und autonome Symptome) verstanden. Interessanterweise setzen manche dieser Symptome lange vor den auffälligeren motorischen Symptomen ein. Diese Erkenntnis änderte das grundlegende Verständnis der Wissenschaftler für diese Krankheit. Derzeit sind Wissenschaftler auf der Suche nach biologischen Markern, die eine Diagnose in einem früheren Krankheitsstadium ermöglichen, in dem noch lediglich nicht-motorische Symptome erkennbar sind.

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