DER SYMPATH ANSATZ

Neurodegenerative Störungen stellen eine wesentliche Herausforderung für alternde Gesellschaften dar. Ursächliche Therapien haben das größte Potential, um die enormen Schäden durch solche Krankheiten einzudämmen.

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Parkinson-Krankheit, die zweithäufigste neurodegenerative Erkrankung, und multiplen Systematrophie, eine verwandte aber seltene Krankheit, zählen beide zu der Gruppe der Synukleinopathien. Sie sind gekennzeichnet durch die Ablagerung von pathologischem α-Syn im Nervensystem der Patienten. Derzeit gibt es keine kausale Behandlungsmöglichkeit weder für die Parkinson-Krankheit noch für die Multiple Systematrophie.

Das SYMPATH Projekt setzt auf eine doppelte TANDEM-Strategie, um zwei therapeutische Impfstoffkandidaten, PD01A und PD03A, in zwei Indikationen, Parkinson und multiplen Systematrophie, klinisch zu testen. Zusätzlich werden biologische Marker der α-Syn-Pathologie auf ihr Potential als diagnostische und prognostische Biomarker evaluiert.

Therapeutische Impfstoffe sollen eine Immunantwort gegen die pathologischen Zielstrukturen entsprechender chronischer Krankheiten hervorrufen. Obwohl therapeutische Impfstoffe bei neurodegenerativen Krankheiten wie z. B. Alzheimer-Krankheit bereits seit Jahren intensiv erforscht werden, gelangte bislang noch kein Impfstoff zur klinischen Anwendung. Das Konsortium verbindet die notwendige Expertise und Technologie, um einen Ansatz für eine therapeutische Impfung gegen Parkinson-Krankheit und multiplen Systematrophie klinisch zu entwickeln.