Antikörper   
Ein Antikörper ist ein spezialisiertes Protein des Immunsystems, das Fremdkörper wie Bakterien, Pilze, Viren und sogar Giftstoffe im Körper bindet und neutralisieren kann. Antikörper, die körpereigene Antigene binden, werden als Autoantikörper bezeichnet und können Autoimmunerkrankungen auslösen. Dieses große Y-förmige Protein wird von B-Zellen produziert. Es beinhaltet eine variable Region, die spezifisch einen bestimmten Fremdkörper (Antigen) erkennt, um dem Körper bei der Einleitung einer geeigneten Immunantwort zu helfen.

Für mehr Information siehe:
http://www.news-medical.net/health/Antibody-What-is-an-Antibody.aspx

Antigen   
Ein Antigen kann jeder beliebige Fremdkörper sein, der eine Immunantwort auslöst. Antigene werden durch Antikörper erkannt und gebunden, was eine Immunantwort einleitet. Der Begriff „Antigen“ leitet sich ursprünglich von „antibody generator“ ab. Antigene selbst können Proteine oder Polysaccharide sein. Sie sind oft Bestandteile eindringender Mikroorganismen, wie Komponenten der Zellwand oder Giftstoffe. Antigene können auch in Form von Impfstoffen verabreicht werden, um eine spezifische Immunantwort beim Empfänger hervorzurufen.

Für mehr Information siehe:
http://www.princeton.edu/~achaney/tmve/wiki100k/docs/Antigen.html

Antigen-präsentierende Zellen
Antigen-präsentierende Zellen (APZ) erkennen eindringende Fremdkörper und aktivieren das Immunsystem. Sie sind immunkompetente Zellen (u. a. Makrophagen, dendritische Zellen und B-Lymphozyten), die aufgenommene Fremdkomponenten auf ihrer Oberfläche präsentieren, die als Antigene bekannt sind. APZ lösen eine Immunantwort aus, indem sie T- und B-Lymphozyten binden und aktivieren. Diese beseitigen und neutralisieren Krankheitserreger, die die entsprechenden Antigene besitzen. Verschiedene APZ binden unterschiedliche Immunzellen und können so unterschiedliche Immunantworten auslösen.

Für mehr Information siehe:
https://www.boundless.com/physiology/textbooks/boundless-anatomy-and-physiology-textbook/immune-system-21/adaptive-immunity-198/antigen-presenting-cells-979-8495/

α-Synuklein (α-Syn)     
α-Synuklein ist ein kleines, vor allem im Gehirn häufiges Protein, das vorwiegend in Synapsen vorkommt, wo Neuronen miteinander kommunizieren. Bei Erkrankungen wie Parkinson-Krankheit, Lewy-Körper-Demenz und multiplen Systematrophie bildet α-Synuklein-Aggregate von unlöslichen Fibrillen, genannt Lewy-Körper. α-Synuklein ist wichtig für die normale Entwicklung von kognitiven Funktionen wie räumliches Lernen und Gedächtnis.

Für mehr Information siehe:
https://www.michaeljfox.org/understanding-parkinsons/living-with-pd/topic.php?alpha-synuclein

Akinesie  
Minderung oder Verlust der Kontrolle über freiwillige Muskelbewegungen, was häufig zu Muskelsteifigkeit führt.

Für mehr Information siehe:
http://www.parkinsons.org/parkinsons-symptoms.html

Autoimmunität  
Autoimmunität ist eine abnormale Immunantwort des Körpers gegen Substanzen und Gewebe, die in einem gesunden Körper natürlich vorkommen. Es gibt mehr als 50 beschriebene Autoimmunerkrankungen. Die Entwicklung von Autoimmunität ist auch ein Hauptrisikofaktor während einer Immuntherapie mit Auto-Antigenen, besonders bei Impfstoffen.

Für mehr Information siehe:
http://www.healthline.com/health/autoimmune-disorders

B-Zellen
B-Zellen sind ein Typ weißer Blutkörperchen und ein wichtiger Teil des adaptiven Immunsystems. Unreife B-Zellen entstehen bei Säugetieren im Knochenmark. Die primären Funktionen von B-Zellen sind Antiköper gegen Antigene herzustellen und nach Aktivierung durch Interaktion mit einem Antigen Gedächtnis-B-Zellen zu entwickeln. Gedächtnis-B-Zellen sind langlebig und können bei einem erneuten Kontakt zu demselben Antigen eine beschleunigte Immunantwort auslösen.

Für mehr Information siehe:
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK26884/

Bradykinesie
Eine allgemeine Langsamkeit der Bewegungen verursacht durch verminderte Ausschüttung des Neurotransmitters Dopamin (Dopaminspiegel) im Gehirn. Als eines der frühesten Zeichen einer Bewegungsstörung betrifft Bradykinesie bis zu 90% aller Parkinson-Patienten.

Für mehr Information siehe:
http://www.epda.eu.com/en/pd-info/symptoms/bradykinesia/

Lewy-Körper-Demenz
Lewy-Körper sind abnormale Aggregate des Proteins α-Synuklein, die bei Parkinson-Krankheit und Lewy-Körper-Demenz in Nervenzellen entstehen. Die Krankheit ist gekennzeichnet durch die weitgehende Präsenz von Lewy-Körpern. Pathologische Abweichungen betreffen auch kortikale Areale, was Demenz zur Folge hat. Die Proteinklumpen sind ein pathologisches Merkmal der Parkinson-Krankheit.

Für mehr Information siehe:
http://www.alz.org/dementia/dementia-with-lewy-bodies-symptoms.asp

Epitop
Ein Epitop ist der Teil eines Antigens, der vom Immunsystem erkannt wird und an den ein Antikörper bindet. Epitope können aus Polysacchariden, Lipiden oder Aminosäuren bestehen.

Für mehr Information siehe:
http://www.bio.davidson.edu/genomics/method/Epitopetags.html

Framework Programm 7 (FP7)
Das 7. Rahmenprogramm für Forschung und technologische Entwicklung ist das wichtigste Instrument der EU, um Forschung in Europa zu fördern. Es läuft von 2007 bis 2013.

Für mehr Information siehe:
http://ec.europa.eu/research/fp7/index_en.cfm

Multiple Systematrophie (MSA)   
Multiple Systematrophie ist eine seltene neurodegenerative Krankheit mit ähnlichen Symptomen wie Parkinson-Krankheit. Im Gegensatz zur Parkinson-Krankheit ist diese Erkrankung allerdings rasch voranschreitend und führt gewöhnlich innerhalb von 6–9 Jahren nach Diagnose zum Tod des Patienten. Derzeit ist keine wirksame Behandlung verfügbar. Die Symptome der multiplen Systematrophie werden zum Teil durch die überhöhte Expression von α-Syn in Oligodendroglia verursacht, die die schützende Myelinscheide von Nervenzellen bilden.

Für mehr Information siehe:  
http://www.msawareness.org/

Neurodegenerative Krankheit
Neurodegenerative Krankheiten sind Störungen, die mit einem fortschreitenden Verlust der Struktur und Funktion von Gehirnzellen assoziiert sind, einschließlich des Absterben von neuronalen Zellen. Zu den häufigsten neurodegenerativen Krankheiten zählen die Parkinson-, Alzheimer- und Huntington-Krankheit. Viele neurodegenerative Krankheiten sind mit der Anhäufung von abnormalen Proteinen oder Proteinfragmenten verbunden, welche im Gehirn akkumulieren, weil sie nur schwer proteolytisch abbaubar sind.

Für mehr Information siehe:
http://www.news-medical.net/health/Neurodegeneration-What-is-Neurodegeneration.aspx

Oligodendroglia
Oligodendroglia sind mit Nervenzellen nah verwandt. Ihre Hauptaufgabe ist Axonen der Nervenzellen Halt und Isolierung zu bieten. Sie bilden die schützende Myelinscheide der Nervenfortsätze im zentralen Nervensystem. Die Symptome der multiplen Systematrophie werden zum Teil durch die Überexpression von α-Syn in Oligodendroglia verursacht.

Für mehr Information siehe:
http://www.news-medical.net/news/20120711/Oligodendroglia-cells-An-interview-with-Jeffrey-Rothstein.aspx

Parkinson-Krankheit
Parkinson-Krankheit ist eine neurodegenerative Störung gekennzeichnet durch Verlust von Neuronen in verschiedenen Gehirnarealen, besonders in der Substantia Nigra (schwarze Substanz), die Dopamin produziert und eine wichtige Rolle in der Koordination von Bewegungen spielt. Die wichtigsten Symptome betreffen den Bewegungsapparat. Dazu zählen Zittern, Steifigkeit, Verlangsamung der Bewegungsabläufe und Schwierigkeiten beim Gehen. Später können kognitive Probleme und Störungen im Verhalten auftreten, wobei Demenz in den fortgeschrittenen Stadien der Krankheit häufig vorkommt.

Die Pathologie der Krankheit ist gekennzeichnet durch die Anhäufung von einem Protein namens alpha-Synuklein in Form von Einschlüssen in Neuronen, genannt Lewy-Körper. Es gibt derzeit ausschließlich Behandlungsoptionen gegen frühe motorische Symptome der Krankheit.

Für mehr Information siehe:
http://www.pdf.org/en/about_pd

Peptid  
Ein Peptid ist eine kurze Kette von Aminosäuremonomeren. Peptide unterscheiden sich von Proteinen aufgrund ihrer vergleichsweise kurzen Kette (im Allgemeinen 50 Aminosäuren oder weniger). Funktionelle Peptide haben oft eine Signalfunktion im Körper, können aber auch Abbauprodukte von längeren Proteinen darstellen.

Für mehr Information siehe:
http://www.peptideguide.com/

Parkinsonismus
Parkinsonismus ist ein übergeordneter Begriff für neurologische Störungen, die durch Vorkommen von spezifischen Bewegungsproblemen wie Zittern, Hypokinese und Steifheit gekennzeichnet sind. Parkinsonismus leitet seinen Namen von der Parkinson-Krankheit ab; beschreibt jedoch lediglich eine Reihe von Symptomen und nicht eine bestimmte neurodegenerative Krankheit. Es gibt außer der Parkinson-Krankheit viele Ursachen für Parkinsonismus, wie z. B. die Nebenwirkungen mancher Medikamente und Giftstoffe. Das Risiko für Drogen- und Medikament-induzierten Parkinsonismus nimmt mit dem Alter zu.

Für mehr Information siehe:
http://www.movementdisorders.org/disorders/parkinson.php

Reine Dysautonomie
Reine Dysautonomie ist eine degenerative Krankheit des autonomen Nervensystems häufig bei Patienten in späteren Lebensabschnitten, ab der mittleren Altersgruppe. Zu den Symptomen zählen Schwindel und Ohnmacht, Sehstörungen und Nackenschmerzen.

Für mehr Information siehe:
http://www.dysautonomiainternational.org/page.php?ID=32

Synapse   
Synapsen sind Strukturen zwischen zwei Nervenzellen, die die Weitergabe von chemischen und elektrischen Signalen von Zelle zu Zelle erlauben. Sie ermöglichen die Kommunikation zwischen Nervenzellen und legen so die Grundlage für die Funktion des Zentralnervensystems. Synapsen sind notwendig für neuronale Funktionen. Das Wort „Synapse“ stammt aus dem griechischen „synapsis“ (Verbindung), und beinhaltet die Wortteile „syn-„ (zusammen) und „haptein“ (befestigen). Synapsen spielen eine wichtige Rolle in der Gedächtnisbildung.

Für mehr Information siehe:
http://www.biologymad.com/nervoussystem/synapses.htm

T-Zellen
T-Zellen sind ein Typ weißer Blutkörperchen, vor allem wichtig in der Zell-vermittelten Immunität. Der Name weist auf die Entstehung im Thymus hin. Es gibt eine Reihe von Subtypen wie z. B. Helfer-, zytotoxische, Gedächtnis- und regulatorische T-Zellen. Ein Mangel an T-Zellen oder eine erhöhte Funktion einzelner T-Zellen kann zu schweren Störungen in der Immunantwort führen.

Für mehr Information siehe:
http://www.tcells.org/beginners/tcells/

Therapeutische Impfstoffe  
Ein therapeutischer Impfstoff wird im Gegensatz zu konventionellen Impfstoffen, die sich gegen die Erreger von Infektionskrankheiten richten, zur Behandlung einer chronischen Erkrankung verabreicht, um die Krankheit zu mildern und um eine bereits bestehende Störung zu behandeln.

Für mehr Information siehe:
http://www.wisegeek.com/what-is-a-therapeutic-vaccine.htm

T-Helferzellen (TH Zellen)
TH-Zellen sind ein Subtyp von T-Zellen, weiße Blutkörperchen, die eine wichtige Rolle im adaptiven Immunsystem spielen. TH-Zellen schütten T-Zell Zytokine aus, die weitere Immunzellfunktionen auslösen können. Reife TH-Zellen werden als CD4+ T-Zellen bezeichnet, weil sie das spezifische Oberflächenprotein CD4 exprimieren. Eine Reihe von krankhaften Störungen gehen mit einer Fehlfunktion von CD4+ T-Zellen einher, viele von denen mit tödlichen Folgen.

Für mehr Information siehe:
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK26827/